So, wie Musiker ihr Instrument kunstvoll spielen lernen, vermag der Tänzer das Instrument Körper „spielen“ zu lernen. Tanz und Musik stehen im Orient in engem Zusammenhang. Die Tänzerin interpretiert die Musik und verschiedene Körperteile (Hüfte, Arme, Schultern, Bauch und Brust) können sich unabhängig voneinander bewegen. Die einzelnen Körperteile werden eins mit Flöte, Trommel, Geige,… Das heißt, dass sich meine Hüfte möglicherweise in einem anderen Rhythmus bewegt als meine Arme, weil die Hüfte der Trommel folgt und meine Arme der Flöte. Trotz Isolation bewegt sich der Körper harmonisch und abgestimmt aufeinander. Das hört sich vielleicht kompliziert an, aber der Körper lernt die feinmotorischen Bewegungen gerne, weil es pure Freude und Genuss ist, in der Musik aufzugehen, zur Musik zu werden. Das feine Zittern von Hüfte und Brustkorb löst Blockaden, das exakte Bewegen und Drehen der Hüfte lässt viel Kraft entstehen. Es ist pure Freude!
Ich selbst tanze seit dem Jahr 2000 bei Nazir Merzo aus Syrien, der in Wien lebt. Er wird von orientalischen Musikern liebevoll Meister genannt. Die ersten elf Jahre habe ich sechs bis neun Stunden pro Woche Unterricht im orientalischen Tanz genommen. In dieser Zeit machte ich auch die Ausbildung zur Tanzpädagogin. 2011 zog ich nach Salzburg und begann den orientalischen Tanz selbst weiterzugeben. Einmal im Monat für ein Wochenende ist Nazir Merzo jedoch immer noch meine Quelle.
Ich freue mich auf deine Anmeldung und aufs gemeinsame Genießen, denn das ist das Wichtigste.